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Reutlingen

Pflegegeld

Pflegegrad Einstufung

Früher bezog sich der Begriff der Pflegebedürftigkeit vor allem auf körperliche Beeinträchtigungen. Mit dem neuen Gesetz erhalten nun auch Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen sowie demenziell erkrankte Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung.

Die Pflegebedürftigkeit orientiert sich nicht mehr daran, wie viel Zeit ein Mensch am Tag an Hilfe benötigt, sondern im Wesentlichen daran, wie selbstständig der Alltag bewältigt werden kann und wie viel Unterstützung dafür notwendig ist. Für die Bestimmung der Pflegebedürftigkeit sind nach der Begutachtungsweise sechs Bereiche relevant:

  • Mobilität  
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten  
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen  
  • Selbstversorgung  
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Aus den genannten Bereichen lässt sich der Grad der Selbstständigkeit ableiten. Wie pflegebedürftig jemand ist, spiegelt sich dann in fünf Pflegegraden wieder. Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad, desto mehr ist der Mensch in seiner Selbstständigkeit beeinträchtigt und auf Unterstützung angewiesen.


Pflegegeld für häusliche Pflege pro Monat

Pflegegrad 1  =  Anspruch auf Beratungsbesuche, halbjährig
Pflegegrad 2  =  316 EUR
Pflegegrad 3  =  545 EUR
Pflegegrad 4  =  728 EUR
Pflegegrad 5  =  901 EUR


Verhinderungspflege:

Ab Pflegegrad 2 kann bei Urlaub oder Erkrankung eines pflegenden Angehörigen, eine Ersatzkraft bis zu 6 Wochen und 1.612,- Euro jährlich von der Pflegekasse in Anspruch genommen werden. Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege (das sind 806,- Euro) mit zum Verhinderungspflegegeld angerechnet werden, also insgesamt bis zu 2.418,- Euro jährlich.

Zur Verbesserung des Wohnumfeldes können bis zu 4.000,- Euro pro Jahr in Anspruch genommen werden.


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